Lumen & Colours : Gesichter einer Stadt

Partizipatives Projekt der Medienkunst und Stadtgestaltung

Dive in : Programm für digitale Interaktion

Das Projekt wird entwickelt im Rahmen von „dive in. Programm für digitale Interaktionen“ der Kulturstiftung des Bundes, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Programm NEUSTART KULTUR.  Das Projekt ist ein Beitrag zur Stärkung von Medien- und Partizipationskompetenz mit künstlerischen Mitteln und Visionen zu einer Beteiligungsorientierten Stadtgestaltung.

 

Umgesetzt wird das partizipative und offene Bürgerprojekt „Lumen&Colours“ -  Gestaltung von Fassadenbildern, Text-Illuminationen und Live-ProjektionsMapping in direkter Beteiligung der Bürger*innen Itzehoes. Projektlaufzeit ist zunächst das komplette Jahr 2021 - Verlängerung nicht ausgeschlossen. Inhalt und Choreografie der Präsentationen entwickeln sich unmittelbar aus den Beteiligungen der Bürger*innen - dokumentiert und begleitet auf einem interaktiven Online-Portal, in einem Podcast und in StreamingSessions. Künstlerische Formate für Interaktion und Kommunikation sind beispielsweise in Botschaft und Form selbst geschaffene Text-Illumination, FassadenBilder und Live Farb-Projektionen. Künstlerische und dokumentarische Bilder aus den Beständen der teilnehmenden Bürger*innen oder aus dem kulturellen Erbe der Region geben der Stadt temporär ein neues Gesicht. Projiziert wird auf die Bahnhofsfassade und später umgekehrt auf das gegenüber liegende Kreishaus. Wir informieren auf dieser Seite über den weiteren Verlauf. Im Januar 2021 geht's schon los!

Realisation : Beschreibung

Symbolbild mit Hablik-Motiv

Transferkanal ist eine interaktive Multi-Channel-Kommunikation für Partizipation, Wissen und Vernetzung - entwickelt aus unserer Digitalen Strategie 2020. Augmented Reality – FassadenBilder, Projektions-Mapping und Text-Illuminationen überlagern auf der Wand mit dem Effekt einer visuellen Veränderung der Geometrie der bespielten Architektur. Navigationszentrale ist ein interaktives Portal für alle Beteiligten. Die Ausformung künstlerischer Formate für Interaktion und Kommunikation sind:

Symbolbild urbanscreen Bremen

Text-Illumination: Auf einer eigenen Facebook-Projektseite werden verschiedene Themen und Fragestellungen an die Community gerichtet und Statements gesammelt. Beispiele: Was ist die Stadt für dich? Dein Lieblingsplatz. Wie möchte ich zukünftig arbeiten? Die Community ist aufgefordert ihre Statements/Kommentare zu den verschiedenen Themen zu posten, die für die Projektion verarbeitet werden. Ausgewählte Kommentare werden collagiert und auf die Fassade projiziert.

 

Live ProjektionsMapping: Bürger*innen sind eingeladen, selbst zu Künstlern zu werden und die visuelle Gestaltung voranzutreiben. Digitale Mittel sind ein Tablet (Apple iPad) und eine App-Anwendung. Definierte Leuchtflächen kann der Benutzer direkt in der Projektion verändern und  ausgewählte Bereiche der Fassade effektvoll bespielen. Es können eigene Projektions-Punkte definiert werden und diese auf dem realen Objekt positioniert werden. Die ausgewählten Bereiche werden in der Projektion verschiedenfarbig gestaltet und animiert. Die künstlerischen Projektionen entstehen live vor Ort in zeitlicher Verabredung.

 

Symbolbild mit Hablik-Motiv

FassadenBilder: Die Bürger*innen agieren interaktiv mit ihren Bildern als aktive Gestalter der Stadt. Anmeldung und aktive Beteiligung erfolgen via Double-Opt-In auf dem Projekt-Portal. Mit einem Klick hier der Upload - dort eine Vorschau, wie die Bilder auf eine ausgewählte Fassade projiziert aussehen - technisch eingebettet in einer browserbasierten App (mobil/web). Künstlerische und dokumentarische Bilder aus den Beständen der teilnehmenden Bürger*innen oder aus dem kulturellen Erbe der Region geben der Stadt temporär ein neues Gesicht.

 

Der initiierte Dialog über die verschiedenen digitalen Medien (App-Anwendung und Social Media Kanäle) erzeugt künstlerische Bilder. Interessant die Verbindung von Sinnlichkeit und digitalem Werkzeug. Ergebnis und Verfahren sind besonders medienwirksam und erzeugen hohe Aufmerksamkeit in Stadt und Region. Das Augmented Reality-Projekt löst beim Betrachter durch die Faszination von Licht, Farbe und die künstlerischen Bild-Projektionen besondere Emotionen aus, die zum Verweilen und Mitmachen einladen und das Interesse an den projizierten Inhalten weitertragen. Die Nachhaltigkeit des Projektes wird nicht nur an der Wirkung im städtischen Dialog Bürger/Politik gemessen, sondern auch über die begleitende Außenkommunikation im Netzwerk zu vergleichbaren Aktivitäten in anderen Städten und wird im Projekt- Zusammenhang über den künstlerischen Aspekt noch erweitert.

Symbolbild mit Hablik-Motiv

Ziele: Im Verlauf des Projektzeitraums entwickelt sich ein digitaler Inkubator für Kulturarbeit, Kooperation und kulturelle Bildung in der Region. Die Umsetzung nachstehender Ziele ist umso dringlicher, da sich die Geschwindigkeit der Digitalisierung als Metaprozess gerade wegen der ‘digital natives’ beträchtlich erhöht hat. Ihr produktiver Umgang mit den neuen Netzwerkmedien beeinflusst die Wertschöpfungskette der Kultur- und Kreativszene nachhaltig. Entscheidend wird sein, wie wir mit diesem neuen Konsumentenverhalten umgehen. Operationelles Ziel ist die Stärkung von Beteiligungsmotivation und Empowerment durch Kompetenzvermittlung und künstlerische Intervention -  digitale aktive Nutzung des Netzwerks von innen wie außen. Partizipation und Vernetzung erhöhen die kulturelle Teilhabe möglichst vieler Menschen -  Podcasts, Videobeiträge, digitale Workshops, Web-Magazin, Soziale Netzwerke etc.  Wissen und CitizenScience stärken und festigen die Kulturelle Bildung durch eine praxisorientierte, projektbezogene und offene Interaktionsplattform: Kultur als formgebender Faktor für Stadtentwicklung.

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