Jugendredaktion PiQ

Ein Anfang

2019 bereits ist im KulturBahnhof Viktoria aus den wiederkehrenden medienpädagogischen Angeboten (Schule als auch außerschulisch/außerunterrichtlich) die Idee entstanden, eine lebendige Jugendredaktion zu gründen, die Spaß an frischen Themen und das Radiomachen hat. Inhaltlich befeuert wurde dieser Wunsch durch das umfangreiche Bürgerprojekt "StadtLabor" - eine Zukunftswerkstatt  jetzt im zweiten Jahr mit der Intensität von  „Power To The People“. Ursprung dieser Bewegung wiederum ist der vom KulturBahnhof in Itzehoe initiierte  Vernetzungskongress "StadtDebatte" (urban-vital-vernetzt) mit freien Gruppen der Engagementszene in Schleswig-Holstein. Ein Ergebnis aus der Verkettung aus diesem Zukunftslabor ist die Identifikation von "Jugend" als Querschnittsthema für alle bekannten Handlungsfelder in der soziokulturellen Arbeit. Im Zentrum steht das gute Leben in Stadt und Region. Seitdem entwickelt sich kontinuierlich die kreative Medien-Arbeit unter den jungen Akteuren, die auch ein beachtliches journalistisches Niveau hervorgebracht hat. Unter dem Label "Punkt im Quadrat" veröffentlichen wir diese tollen Ergebnisse aus der Jugendlichen : Punkt im Quadrat PiQ nennt sich seitdem die Jugendredaktion im KulturBahnhof Viktoria.

Medienpädagogische Ziele         

Ein wesentlicher Effekt aus der Arbeit in der Jugendredaktion ist die Befähigung (Sensibilisierungskompetenz), Medieneinflüsse und Motivation zu erkennen, sich neue Zugänge zu den modernen Medien und die notwendige Sachkenntnis anzueignen, über Themen zu berichten, die junge Menschen wirklich bewegen. Dieser Prozess wird gleichermaßen befeuert durch Themen der jugendlichen Akteure selbst wie auch von außen aus dem Pool der Zukunftswerkstatt. Hier finden sich die aktuellen Inhalte: SocialMedia, Grüne Stadt, Jugendkultur, Sport, Jugendbewegung, Punk, Freiräume, Mobilität, Schule etc. Dabei verstetigt die Projektarbeit die Vermittlung und Erprobung von Medien-, Dialog- und Partizipationskompetenz durch eigenes Gestalten und Verbreiten von Medien. Ziel ist (Innovationsgehalt) die Stärkung von Kreativität und Kommunikation, von Empowerment der Akteure und selbst entwickelten Beteiligungsformaten. Die Jugendlichen nehmen mit ihrer Medienarbeit sukzessive an den  Bürger*innendialogen teil und lernen die mediale Aufbereitung dieser Themen und damit von Grund auf demokratische Methoden bürgerschaftlicher Beteiligung. Die Projektarbeit fördert die Analyse und Einflussnahme auf  gesellschaftliche Kontexte. Gerade an dieser Schnittstelle wird das direkte Erleben einer neuen Selbstwirksamkeit über die eigene Mediengestaltung und Medieninhalte (Interaktionskompetenz) deutlich. Das Gestalten von Medien fördert medienpädagogisch die Eigeninitiative und eine kritische Orientierung in der digitalen Welt.

Reichweite

Im Nahbereich erstreckt sich das Vorhaben über die ganze Stadt. Produktionsort ist das soziokulturelle Zentrum KulturBahnhof Viktoria mit Seminar und Präsentationsraum sowie Aufnahmestudio (vollständig ausgestattet). Die Stadt als Lern- und Erlebnisraum, der gestaltet sein will. Hier treffen die Projektakteure auf  Stadtmacher, Konsumenten, Künstler und Gestalter - interessierte Laien und Akteure aus dem Stadtquartier, aus der zivilgesellschaftlichen Engagementlandschaft, aus Schule und Nachbarschaft und andere medieninteressierte jugendliche und junge Erwachsene, aber auch ältere - aus sozialen Brennpunkten oder mit Migrationshintergrund und geringen Deutschkenntnissen - mit und ohne Handicap. Die Effekte des Projekts reichen aber viel weiter. Das Projekt wirkt über zwei Landkreise (Steinburg + Dithmarschen) - in lokalen wie großräumigen Stadt-Landbezügen. Die Beiträge und Ergebnisse aus der Projektarbeit werden rezipiert in der Engagementlandschaft SH und in Teilen auch Hamburgs. Hieraus rekrutiert eine Stadt und Kreis übergreifende Bedeutung. Die Projektarbeit funktioniert integrativ und inklusiv - sie interagiert mit Zivilgesellschaft und Politik, kooperiert mit Schule und freien Gruppen, übersetzt analoge und digitale Erlebniswelten. Die ausdauernde Begegnung mit  Medien fördert die Eigeninitiative und den kritischen Umgang mit der digitalen Welt.

Modellcharakter

Das Projekt setzt die mediale Aufbereitung der Ansprüche aus eigenen Erlebniswelten und neuen Verbindungen aus dem Dialog mit dem Zukunftslabor um. Das Projekt prägt das Stadtquartier nachhaltig, da neue Lern- und Erlebnisräume medial aktiviert werden. Die Projektakteure entdecken ihr soziales und kreatives Kapital und werden zu Innovationskomplizen für eine neue Dialogkultur im Quartier. Erwartet wird die mediale Aufbereitung verwertbarer Aussagen aus der Zivilgesellschaft zu einem guten Leben in Stadt und Region. Hier etabliert sich die erste selbstverwaltete Jugendredaktion mit Sendeauftrag im Lern-, Gestaltungs- und Kommunikationsraum der Kreisstadt Itzehoe. individuelle und kollektive Lernprozesse und Medienbildung im Dreiklang mit Kultureller und Ästhetischer Bildung. Die Akteure befinden sich in einem permanenten Rollenwechsel - mal Lernende, mal Lehrende - ein lebensnaher Bildungsprozess. Die Stadt als Klassenzimmer. Die Projektergebnisse werden gesammelt, können aufbereitet werden für ein Zukunftsarchiv (Geschichten des Gelingens) oder konkret münden in die Vorbereitungen der partizipativen Aktion "Tag des guten Lebens" in Itzehoe.

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