Offener Brief | Für Freiheit und Vielfalt in Kunst und Kultur!
Die AfD darf den Vorsitz des Kulturausschusses im Bundestag nicht erhalten

 

29. September 2017

Auf Initiative der Bundestagsabgeordneten Michelle Müntefering haben Iris Berben, Dr. Diether Dehm MdB, Amelie Deuflhard, Tanja Dückers, Dr. Bernd Fabritius MdB, Ronald Grätz, Prof. Christian Höppner, Alfred Holighaus, Andreas Kämpf, Ulrich Khuon, Prof. Dr. Eckart Khöne, Shermin Langhoff, Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann, Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Prof. Jeanine Meerapfel, Elisabeth Motschmann MdB, Dr. Thomas Oberender, Prof. Dr. Hermann Parzinger, Prof. Dr. Bernd Scherer, Prof. Dr. Oliver Scheytt, Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Klaus Staeck und Olaf Zimmermann einen Offenen Brief an den Ältestenrat des Deutschen Bundestages geschrieben.

Die Unterzeichner fordern alle Mitglieder des Deutschen Bundestages, insbesondere die Mitglieder des Ältestenrates, dazu auf, sich dazu zu bekennen, dass der Ausschuss für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag keinesfalls einem AfD-Vorsitz unterstellt werden darf.


Der KulturBahnhof Viktoria / K9 unterstützt diesen Offenen Brief.

Der Brief kann hier abgerufen und auch mitgezeichnet werden!

NR-Sommerinterview mit Itzehoes Bürgermeister

Belastung für die Stadt

29. August 2017

Niemand hat vor, eine Mauer zu errichten - wir erinnern uns an eine folgenschwere Lüge der Geschichte. Die stammt von Ulbricht 1961. Eine kleine Itzehoer Lügen-Variante dieser Art stammt von heute: Niemand hat vor, PlanetAlsen zu vertreiben. Tatsache ist: Die Stadt hat Räumungsklage erhoben gegen den Verein mit Wirkung zum 30. Juni 2017. Dagegen wenden sich die nunmehr über 2000 Unterzeichner, deren Engagement und Ehrbarkeit vom Bürgermeister jetzt mit Füßen getreten wird. Der Bürgermeister diffamiert die Unterschrifteninitiative gegen die Räumung von PlanetAlsen als Lügeninitiative. Die Heuchelei zudem, nur das Beste für PlanetAlsen zu wollen, ist ganz schlechter Stil - nachzulesen im Dienstagsinterview der Itzehoer Nachrichten mit Herrn Koeppen vom 29. August 2017 zu Themen der Zukunft für Itzehoe. Innenstadtentwicklung, Immobilienverwertung, StörAuf, PlanetAlsen – alles ehrgeizige wie bereits lange währende Baustellen der Stadt, die auf Lösungen drängen. Auch schwingt noch ein wenig Erinnerung an das TreibHaus-Desaster  mit.

 Mithin allseits hohe Erwartungen, die sich allerdings ganz schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen zurück finden. Einmal mehr wird uns schmerzlich vor Augen geführt, dass alles, was der Bürgermeister (allein oder stellvertretend) anfasst, zur Salzsäule erstarrt. Gebetsmühlenartig erfahren wir von seinen zum Teil recht schlichten Vorstellungen, was denn alles wo laufen könne in unserer schönen Stadt. Allein er kann es nicht umsetzen - weil es z.B. komplizierte Vorschriften der  Städtebauförderung und vom Naturschutz gibt, weil ihn engagierte und kluge Andersdenkende beeinträchtigen, weil der Bürgermeister keinen Einfluss hat auf nächst höherer politischer Ebene, weil er noch immer keine Lobby für unsere Stadt im Land aufgebaut hat. Nach dieser Dienstagslektüre könnte man meinen, der best bezahlte Angestellte der Stadt kriegt so gar nichts gebacken im Sinne einer erfolgreich umgesetzten Arbeitsplatzbeschreibung zum Wohle unserer Stadt.  Das ist zunehmend eine Belastung für die Stadt. Das ist wirklich tragisch und wir alle wissen, wie Tragödien auszugehen pflegen.

In Ermangelung eigener Stadtentwicklungsvisionen werden die Ideen der anderen (PlanetAlsen, StörAuf u.a.) strategisch als die eigenen ausgegeben und mit diesem Ideenklau das eigene politische Überleben für eine gewisse Zeit gesichert. Dafür wird auch schon mal  vorgegeben, als käme "sein" Wasserprojekt StörAuf in den Genuss der Städtebauförderung. Nun, da die Blase geplatzt ist, will die Stadt auf eigenes Risiko 150.000 € an Kosten für die Machbarkeitsstudie ins Haushaltsdefizit einpflegen. Dabei hätte man wenigstens die realistische Chance einer Förderung dieser Machbarkeitsstudio einwerben müssen. Das geschah offenbar nicht.  Der Stadt könnte hierdurch ein weiterer Schaden entstehen - eine Unterlassung, deren angeblicher Tatbestand noch kürzlich für die Entlassung des Geschäftsführers der Stadtwerke reichte. Ist das auch anwendbar auf Bürgermeistervergehen?

Flankierend verdreht dieser lieber weiter die Tatsachen und diffamiert die Unterschrifteninitiative gegen die Räumung von PlanetAlsen als Lüge. Dabei sind es gerade die engagierten, aufgeklärten und freundlichen Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die das Leben und Arbeiten in Itzehoe angenehm machen.

Deutsch-griechische SozioKultur

Wir packen Itzehoe wieder auf die Karte

8. August 2017

In einem aufwendigen Auswahlverfahren wurde durch eine unabhängige Jury der KulturBahnhof Viktoria in Itzehoe als erste und einzige Einrichtung in Schleswig-Holstein für das aktuelle Fortbildungs- und Stipendienprogramm START ausgewählt. START ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung, das in Kooperation mit dem Goethe-Institut Thessaloniki und der Bundesvereinigung Soziokulturellen Zentren e.V. durchgeführt wird. Hier mehr!

 

Mit dem START-Programm werden dreißig soziokulturelle Begegnungen in Deutschland initiiert, die zu interkulturellem Austausch und intensiver Kooperation inspirieren. Die gemeinsamen Projekte der START-Stipendiaten aus Griechenland und deren deutschen Gastinstitutionen legen den Grundstein für neue Kulturinitiativen in Griechenland, die durch kulturelle Innovationen und zivilgesellschaftliches Engagement eine positive soziale Wirkung entfalten. Der KulturBahnhof Viktoria in Itzehoe gehört ab sofort dazu!

Mehr lesen

Neues Graffiti an der LaborWand auf Alsen

Itzehoe + Alsen: Fettnäpfchen wohin man schaut

Souveränität des Ausschusses für städtisches Leben eingeschränkt

 

24. Juli 2017

"Nicht mit mir", wird CDU- Jugend- und Sportpolitiker Ralph Busch zitiert, wenn die jüngste Ausschusssitzung "Städtisches Leben" tatsächlich auf Alsen stattfinden sollte. Hat sie aber nicht, nachdem GroKo-Politiker Doll (SPD) ein scheinbar unterstützendes Rechtsargument hinterher schob, das einer Tarnung glich: der Austragungsort verbiete sich, da die Stadt in einem Rechtsstreit mit dem Planeten läge. Da hätte er für die Glaubwürdigkeit einen „neutralen Ort“ vorschlagen müssen und nicht grad das Rathaus, den Initiator des Rechtsstreites. Fehlt nur noch der Überbringer der schlechten Nachricht an die Ausschussvorsitzende Eva Gruitrooy (Die Grünen). Das kann der Bürgermeister, spielend. Bekanntlich gab die Ausschussvorsitzende nach, ließ es zu,  die Sitzung in die Cafeteria des Rathauses zu verlegen und sich die Souveränität ihre Ausschusses nehmen zu lassen,  und nahm sogar noch tolerant hin, dass zum Termin kein einziger der drei Streitbaren erschien, um vielleicht Ausschussmitgliedern und interessierten Itzehoer Bürgern Rede und Antwort zu stehen. So muss an dieser Stelle klargestellt sein, dass dieses Verhalten nach Selbstherrlichkeit  und auch ein bisschen nach Feigheit aussieht. Müssen wir uns das wirklich gefallen lassen?  Dazu kam andererseits, dass mit dem klaren Bekenntnis von Jürgen Stahmer (SPD) als Mitglied im Verein Planet Alsen und somit durchaus solidarisch mit den Zielen des Vereins gleich zu Beginn eine Woge an Verständnis und Solidarbekundungen ausgelöst wurde,  so dass der Vortrag zum aktuellen Geschehen auf Alsen von Dr. Manfred Oetting (Vorstandsbeirat) durchaus in eine positive Stimmung hineinwuchs und man sich fragte, ob man im falschen Film sitze und nicht bei den Kontrahenten eines Rechtsstreites. Wieder eine vertane Chance, aufeinander zuzugehen und wenigstens miteinander zu reden. Und noch eine positive Mitteilung in diesem Kontext: Der Bürgerprotest gegen die durch und durch unvernünftige Entscheidung der Stadtoberen, Planet Alsen rausklagen zu wollen, formiert sich in immer festeren Formen. Die Unterschriftenlisten hierzu liegen an vielen Stellen in der Stadt aus. Auch die Politik in Kiel und in der MRH ist sensibilisiert - die Vernunftbegabten rundherum sind sich einig, gleichwohl wirklich irritiert ob der selbstherrlichen Besonderheiten im Politikstil dieser Itzehoer Käseglocke.

Planet Alsen darf nicht geräumt werden!

Bürgerprotest formiert sich

 

17. Juni 2017

Die Stadt Itzehoe will den Verein Planet Alsen rausklagen aus seinem angestammten Platz auf dem ehemaligen Alsen-Gelände. Städtische Fehlplanung und Abriss-Politik gehören zur erprobten Art der Problembewältigung der Stadtoberen hier am Ort. Landauf - landab eilt dieser Ruf der Stadt Itzehoe voran.

Querelen zwischen der Stadt Itzehoe und dem Verein Planet Alsen gibt es seit Anbeginn. Freundschaft wird daraus wohl nicht mehr, jedenfalls zieht die städtische Autorität jetzt die letzte Karte: Räumungsklage. Und das ohne echten Eigenbedarf. Wie soll das gehen? Anlässlich der „Tage der Industriekultur am Wasser“ baten wir auf dem teilnehmenden Ausstellungsgelände von Planet Alsen Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aus Politik und Vereinsvorstand um eine Einschätzung. Der Protest in der Stadt gegen das Vorgehen von Bürgermeister und Stadtvertretern wächst  - die  Besucherzahlen auf Alsen, auch überregional, steigen.

 

Ohne das seit nunmehr einem Jahrzehnt währende Engagement des ehrenamtlich arbeitenden Vereins "Planet Alsen" hätte die Stadt wahrscheinlich das letzte Zeitzeugnis industrieller Arbeitswelt in Itzehoe aus dem vergangenen Jahrhundert längst dem Erboden gleich gemacht.

 

Mit dem Besucher-Erfolg an den „Tagen der Industriekultur am Wasser“ konnte das Augenmerk der gesamten Metropolregion Hamburg auch auf Itzehoe und Alsen gelegt werden, das Hauptanliegen der Ausstellungsverantwortlichen ist ja der Erhalt von Teilen der Industriegeschichte für die Nachwelt und deren Engagement zur Bewahrung. Ob dies nur in musealem Ambiente, als Denkmal geschieht oder in ergänzender Umnutzung von Teilen der Industrieanlagen, darin unterscheiden sich die 131 Aussteller in vielen Varianten. Wichtig ist aber überall, dass das ehrenamtliche Engagement der Geschichts-Bewahrer an allen Orten als hoch geschätzter Baustein für die Nachhaltigkeit gesehen und unterstützt wird.

 

Es  bleibt zu wünschen, dass es auch in Itzehoe doch noch einen Turn-Around gibt in dieser verhärteten Auseinandersetzung. Eine breite Bürger-Solidarität mit Planet Alsen gibt es bereits. Das belegen die prall gefüllten Unterschriftslisten für eine Petition beim Land.

 

Planet Alsen darf nicht geräumt werden
Unterschriftenliste.pdf
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Per se politisch!

Zeitschrift SOZIOkultur 2-2017 erschienen

 

Von Anfang an ist Soziokultur per se politisch. Sie verbindet kulturelle Aktion mit dem Ringen um Demokratie, Menschenwürde und Zukunft. Wie das konkret aussieht, zeigt die neue Ausgabe der SOZIOkultur.

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, hebt hervor, dass gute künstlerische Bildung große Effekte bewirkt. Kinder und Jugendliche profitierten von Angeboten mit „Wow-Faktor“. Politische Bildung müsse Spaß machen. „Education through art“ könne als andere Bezeichnung für Persönlichkeitsentwicklung gelten. Viele Projekte in soziokulturellen Zentren belegen das. „Was würde ich versprechen, um gewählt zu werden?“, fragen sich Jugendliche in Hinblick auf die Bundestagswahl. Beim Projekt „Ich bin die Wahl“ des Kunsthauses KUBO in Bremen schlüpfen sie in die Rolle von Politiker/-innen – und setzen sich so aktiv mit Demokratie und Teilhabe auseinander. Hiphopper/-innen der Hiphop-Academy Hamburg erschließen sich in „Luther.ON.stage“ Werk und Person Luthers – und transformieren so seine Werte in die heutige Zeit. „Wem gehört die Stadt?“, fragen Jugendliche im potsdam lab – und schaffen so Möglichkeiten, sich ihre Stadt zu erobern. Junge Frauen aus Bremen fuhren im Performancekollektiv CHICKS* Projekte zu Weiblichkeit und Queerness auf – und entwickeln so Alternativentwürfe zu Diskriminierung und Machtverteilung. Junge Leute vom Bahnhof Langendreer in Bochum thematisieren im Projekt „Globale Solidarität – vor Ort“ Fragen der Welternährung – und finden so in langfristiges politisches Engagement.

 

Tausende Besucher/-innen versammeln sich jährlich beim „Wilde-Möhre-Festival“ im ländlichen Raum Brandenburgs – und feiern so die utopische Blaupause für ein friedliches, faires und tolerantes Miteinander. Mark Sauer und der Verein Miteinander leben in Mölln agieren anhand langfristig vereinbarter strategischer Konzepte – und gestalten so politischen Alltag in der von einem Brandanschlag betroffenen Kommune.

 

Soziokultur ist politisch – ob sie will oder nicht. Aber was heißt das konkret?“, fragt Reinhold Knopp, langjähriger Leiter des Düsseldorfer Kulturzentrums zakk und seit 2003 Professor für Stadt- und Kultursoziologie an der Hochschule Düsseldorf, und charakterisiert das „gelingende Leben“ zwischen Politischem und Privaten, zwischen Selbstbestimmung und Selbstoptimierung seit den Anfangsjahren der Soziokultur.

 

Ute Fürstenberg • Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit • T +49 30 3 97 44 59-3 • E-Mail: ute.fuerstenberg@soziokultur.de • Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V. • Lehrter Straße 27-30 | 10557 Berlin • T +49 30 3 97 44 59-0 | F +49 30 3 97 44 59-9 • www.soziokultur.de

Feige, dumm und kreuzgefährlich!

Stellungnahme der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. zum Anschlag auf die Mitgliedseinrichtung Demokratiebahnhof Anklam in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni 2017

 

 

In soziokulturellen Zentren reden täglich Tausende Menschen mit offenem Gesicht darüber, was sie von unserer Gesellschaft halten und was sie gern anders hätten. In Regionen mit starken rechtsextremen Strukturen fordert das Rückgrat. Der Demokratiebahnhof Anklam hat sich gegründet, um das Land nicht rechter Gewalt zu überlassen, und engagiert sich als Vernetzungs- und Begegnungsort für die Entwicklung einer lebendigen Zivilgesellschaft. Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden ermutigt, ihre Fähigkeiten im Interesse des Gemeinwohls einzusetzen.

Wer hier bei Nacht und Nebel weiße Farbe an die Fassade und Molotow-Cocktails ins Gebäude wirft, dem fehlen die Fähigkeit und der Mut, von Angesicht zu Angesicht mit Argumenten für seine Ansichten einzutreten.

Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren verurteilt den feigen Anschlag mit aller Entschiedenheit und anerkennt mit großem Respekt die Entschlossenheit der Engagierten des Demokratiebahnhofs Anklam, sich auch von diesem Gewaltakt nicht entmutigen zu lassen, sondern sich jetzt erst recht für ihre Ziele einzusetzen. Dabei stehen wir, die soziokulturellen Zentren und Initiativen bundesweit, die Landesverbände und der Bundesverband, fest an ihrer Seite.

 

Der Demokratiebahnhof Anklam eröffnet in Zeiten der Verunglimpfung von Demokratie und erstarkenden rechtspopulistischen Parteien insbesondere den Jugendlichen mit vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen spannende Möglichkeiten zur Beteiligung und Mitsprache. Mehrgleisig in den Künsten, signalgebend für die Region und mit der Kraft einer Lokomotive wird hier wahre Pionierarbeit geleistet, denn Anklam in Mecklenburg-Vorpommern steht nicht ohne Grund in den Medien für eine „abgehängte“ Gesellschaft und gefestigte rechtsextreme Strukturen. Politische Teilhabe von Jugendlichen war in Anklam nicht nennenswert vorhanden, bis der Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern ein leerstehendes Bahnhofsgebäude nutzte und den Demokratiebahnhof Anklam gründete, dessen Name seitdem Programm ist. Dafür hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters, dem Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern im April 2017 den Preis der Bundesinitiative „Kultur öffnet Welten“ verliehen.

 

Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren vereint unter ihrem Dach 560 soziokulturelle Zentren und Initiativen. Davon haben 41 Prozent politisches Engagement als besonderen Schwerpunkt. Soziokulturelle Zentren sind per se politisch, denn sie sind Orte demokratischer Kultur und gesellschaftlicher Vielfalt. Im Ringen um Demokratie, Menschenwürde und Zukunft sind sie seit jeher auf der Vorreiterposition. Der brutale Angriff auf Menschenleben und Sachwerte zeigt einmal mehr, wie dringend die Aktivisten der Soziokultur gebraucht werden.

Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren fordert Verwaltung und Politik bundesweit auf, die Strukturen der zivilgesellschaftlich organisierten Kulturinitiativen zu stabilisieren, angemessen zu fördern und die Akteure insbesondere in schwierigen Zeiten nachhaltig zu stärken.

 

 ellen.ahbe@soziokultur.de   |    www.soziokultur.de     |     Tel.: 030/3974459-0

 

Kreisausschusssitzung

12. Juni 2017

Nachdem "außerhäusige" SItzungen der LAG Soziokultur SH (Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung) sowie des Planungskomitees zur 1. Steinburger Woche der Inklusion bereits im Mai im KulturBahnhof abgehalten wurden, besuchte uns jetzt anlässlich der aktuellen Ausschusssitzung der Sport-, Schul- und Kulturausschuss des Kreises Steinburg. Herzlichen Dank für die entgegengebrachte Wertschätzung.

JHV Schleswig-Holstein

03.Mai 2017

 

Die Jahresmitgliederversammlung des Landesverbandes Soziokultur Schleswig-Holstein fand statt im KulturBahnhof Viktoria. Hauptsächlich wurden die nachfolgenden drei Beschlüsse gefasst.

• Einstimmig beschlossen die Mitglieder das absolute NO GO für alle Kontakte, Begegnungen, Auseinandersetzungen zwischen der LAG Soziokultur und rechtspopulistischen Organisationen, Parteien, Projekten oder Initiativen.

• Die Landesregierung wurde einhellig aufgefordert, dem bundesweit gewachsenen Bedeutungszuwachs von Soziokultur auch in Schleswig-Holstein nachzukommen  und die Landesförderung für die engagierte Kulturarbeit der Zentren im Lande – jährlich über 1.000.000 Besuche in den Kulturzentren – deutlich ab 2018 zu erhöhen.

• Weiter wurde durch eine erste Impulsdiskussion die Wertedebatte, Profilschärfung, abgrenzbare Identitätsbestimmung und mögliche Neuausrichtung des Verbandes auf die JahresAgenda gebracht.

Besuch der Ministerin

27. Januar 2017

 

Informieren wollte sich unsere Kulturministerin Anke Spoorendonk über die nachhaltige Soziokultur im KulturBahnhof Itzehoe und stattete samt Entourage unser "Viktoria" kurzerhand einen Besuch ab. Besonderes Interesse galt den aktuellen Projekten - den StadtKlängen und der regionalen Vernetzung sowie der KulturLoge,  dem Inklusionsprojekt "Gelbe Musik & Blaue Monde", unserer StörFrequenz - Regionale Resonanzen (Radio für Stadt und Kreis) als auch den neuen Gestaltungsideen für einen Kunst-Bahnhof Wenzel-Hablik-Anmutung. Sehr zu unserer Freude begegnete uns eine Ministerin, die bestens vorbereitet und eingestimmt war auf unser Haus. Wir bedanken uns für so viel unterstützende Worte und Anerkennung für Arbeit und Akteure im KulturBahnhof Viktoria.

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